Haller Recht
Stapel Akten in oxblut-roten Lederbindern, Bankerlampe

Wirtschaftsrecht

Gesellschaftsrecht, Firmenbuch, Gewerberecht.

Leistungen

Ich berate und begleite Sie bei der Gründung von Unternehmen – von der Wahl der passenden Rechtsform bis zur Erstellung des Gesellschaftsvertrags. Darüber hinaus unterstütze ich bei der Gestaltung von Dienstleistungs-, Geschäftsführer- und Vorstandsverträgen sowie bei Leasing- und Lizenzvereinbarungen. Weiters nehme ich Firmenbucheintragungen und -änderungen vor und berate Sie in sämtlichen gewerberechtlichen Fragen, einschließlich der Gewerbeanmeldung.

Häufig gefragt

Antworten, ehrlich.

Brauche ich für jede Firmenbuchänderung einen Anwalt?

Nicht jede — aber bei Gesellschafterwechsel, Kapitalerhöhung, Geschäftsführerbestellung oder Sitzverlegung empfiehlt sich anwaltliche Begleitung wegen der weitreichenden Folgen.

Was kostet eine GmbH-Gründung in Österreich?

Das Rechtsanwaltshonorar für die Errichtung des Gesellschaftsvertrags wird in der Regel pauschal vereinbart. Hinzu kommen Notarkosten (der Gesellschaftsvertrag ist notariatsaktpflichtig), Firmenbuchgebühr und gesellschaftsrechtliche Eintragungsgebühren je nach Konstellation — ich kalkuliere die Gesamtkosten transparent vorab.

Wie hoch ist das Stammkapital einer GmbH?

Seit 1.1.2024 beträgt das Mindeststammkapital einer GmbH 10.000 € (§ 6 GmbHG i.d.F. GesRÄG 2023). Bei der Gründung müssen mindestens 5.000 € bar eingezahlt werden. Die frühere Gründungsprivilegierung spielt für Neugründungen damit praktisch keine Rolle mehr.

Wer haftet bei einer GmbH?

Grundsätzlich nur die Gesellschaft mit ihrem Vermögen (§ 61 GmbHG). Persönliche Haftung der Geschäftsführer aber bei: Verletzung der Insolvenzantragspflicht (§ 69 IO), Steuerschulden (§ 9 BAO), Sozialversicherungsbeiträge, vorsätzlich-deliktischem Handeln, Durchgriffshaftung bei Vermögensvermischung. Saubere Compliance ist daher unverzichtbar.

Was ist die Flexible Kapitalgesellschaft (FlexCo / FlexKapG)?

Eine seit 1.1.2024 in Österreich neue Kapitalgesellschaftsform (FlexKapGG, BGBl I 2023/179), die rechtlich auf der GmbH aufbaut, aber flexiblere Strukturen für Beteiligungen, Mitarbeiterbeteiligungen und Investorenrunden ermöglicht. Mindeststammkapital 10.000 € (davon 5.000 € bar bei Gründung — identisch zur GmbH). Geschäftsanteile können bereits mit 1 € Stammeinlage je Gesellschafter übernommen werden. Zusätzlich möglich: sogenannte Unternehmenswert-Anteile, die eine vereinfachte Mitarbeiterbeteiligung erlauben — grundsätzlich ohne Stimmrecht und insgesamt höchstens 24,99 % des Stammkapitals. Erleichterte Formerfordernisse bei Übertragung von Geschäftsanteilen und Unternehmenswert-Anteilen.

GmbH oder FlexCo — was passt für mein Vorhaben?

Da das Mindeststammkapital bei beiden seit 1.1.2024 bei 10.000 € liegt, ist der Kapitalbetrag kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Die FlexCo lohnt sich vor allem dann, wenn das Vorhaben kleinere Beteiligungen ab 1 € Stammeinlage, Mitarbeiterbeteiligungsprogramme über Unternehmenswert-Anteile, flexiblere Kapitalmaßnahmen oder erleichterte Anteilsübertragungen vorsieht — typisch für Startups, Scale-ups und VC-getriebene Strukturen. Wo eine schlanke Holding, eine Familien- oder Einpersonen-GmbH genügt, ist die klassische GmbH meist die ruhigere Wahl. Ich prüfe die Eignung im Vorfeld anhand Gesellschafterstruktur, Investorenplanung, Mitarbeiterbeteiligung, Exit-Szenarien und Governance-Anforderungen.

Was ist eine Privatstiftung?

Eine juristische Person ohne Eigentümer (§ 1 PSG) — Vermögen wird vom Stifter gewidmet und dient einem in der Stiftungsurkunde definierten Zweck (oft Familienversorgung, Unternehmensfortbestand). Mindeststiftungsvermögen 70.000 €. Komplexes Strukturierungsinstrument — ich kooperiere bei Errichtung und Restrukturierung mit Spezialisten.

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